
Hallo Freunde ,
kommt mit auf einen Rückblick ins vergangene Jahr, auf ein Rückblick auf`s internationale Lada-Treffen in Ungarn.
Man mag es kaum glauben, für mich war es das mittlerweile 10.Treffen im legendären Soltvadkert in Ungarn, welches offiziell vom 21. bis 24. August stattfand. Wie all die Jahre zuvor war Roberto aus Berlin mit dabei, Rainer aus Storkow fuhr erstmals mit, genauso wie Lada-Kumpel Vincent aus Holland. Auch er hatte immer schon einiges davon gehört und gesehen und wollte es nun erstmals live miterleben.

Reisevorbereitungen vor der Fahrt: Autos checken und die Campingausrüstung einladen. Vor uns lagen über 1000 Kilometer Fahrt nach Soltvadkert und mehrere Tage in Ungarn. Erst vier Tage Lada-Festival, danach noch zwei-drei Tage Balaton-Camping auf der Rückfahrt.
Unsere Anreise erfolgte individuell, Rainer und ich starteten am frühen Mittwoch morgen, am 20. August. Roberto befand sich mit seinen Berliner Garagen-Kumpels bereits schon seit einigen Tagen auf Sommerurlaub am Balaton, Vincent wollte am Freitag in Soltvadkert ankommen. Von Holland bis Ungarn hatte er eine Anreise von 1600 Kilometern vor sich.

Vier Tage später war es endlich soweit, am Mittwoch, den 20. August starteten wir in Richtung Ungarn. Morgens um 7 sind wir hier bereits bei Dresden und fahren in Richtung Prag. Die nötigen Vignetten für CZ, SK und H kauften wir wie jedes Jahr an der ersten Tankstelle in CZ nahe Usti nad Labem.

Bis kurz vor Prag verlief alles recht schnell und problemlos, bis mit einem mal und überaus rapide die Temperatur in Rainers Niva in den roten Bereich anstieg, Lade-Kontollleuchte mit dazu. Die Ursache war schnell klar, Keilriemen gerissen! Zum Glück konnten wir noch diese halbwegs "geeignete" Stelle einer Autobahnabfahrt bei Prag erreichen.
...und wie Ihr seht, alles nicht wirklich ein Problem und Werkzeug hat man ja schließlich dabei. Und das Wetter war auch schön, was will man mehr, Ersatzkeilriemen hat man ja sowieso dabei. So haben wir in Ruhe geschraubt, einige vorbeifahrende LKW-Fahrer aus CZ, BG & Co haben mit Daumen hoch zustimmend abgenickt. Und natürlich, mit solchen Autos , mit solch einfacher und zugänglicher Technik kann, da kann man sich eben auch mal unterwegs selbst helfen...
Die einzige "Schwierigkeit" oder "Unannehmlichkeit" bestand darin, dass Rainer als Unterwegs-Ersatz den doch etwas kurzen Keilriemen von 937mm Länge dabei hatte. Das erschwert das Aufziehen, die Variante mit 950 mm Länge ist die weitaus bessere Wahl!
Aber ok, und dazu sei gesagt, dass dieser 937 mm kurze Ersatzkeilriemen optisch auch nicht mehr erste Wahl war, es war eigentlich nur ein gebrauchter Heimbringer....
Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben besagten Keilriemen gerade so drauf bekommen, nur vertrauenswürdig war dessen Zustand nicht. Beim Niva & Classic Lada wird schließlich nicht nur die Lima vom Keilriemen angetrieben, sondern auch die Wasserpumpe. Und wir hatten ja noch gut 700 Kilometer vor uns, inzwischen war es 11 Uhr vormittags.
Somit sind wir erstmal weitergefahren, aber nur die restlichen paar Kilometer bis Prag. Erst haben wir in zwei erstbesten Werkstätten nach Ersatz gefragt, letztendlich wurden wir zu einem Kfz-Teile-Handel geschickt, wo wir ohne weiteres Keilriemen bekommen haben, 937 und 950 mm Version. Diese kamen in den Kofferraum, somit waren wir zur Beruhigung für weitere Eventualitäten gerüstet und konnten dann auf dem Lada-Treffen in den nächsten Tagen einen dieser neuen Keilriemen in Ruhe montieren. Abgesehen davon, dass es in Ungarn und auf dem Treffen tausende von Keilriemen und helfende Hände gibt.
Das Besorgen der neuen Ersatzkeilriemen in Prag hatte uns gut anderthalb Stunden Zeit gekostet, die restlichen 700 km Fahrt über Brno, Bratislava, Györ und weiter nach Soltvadkert verlief ohne Probleme. Abgesehen von dem alltäglichen Stau am Kreuz Brno und den sich letztendlich doch sehr in die Länge ziehenden ,letzten 200 Kilometer über die mittlerweile sehr gut ausgebauten Landstrassen in Ungarn. Die Strecke ab Györ über Land eignet sich sehr gut: Man meidet den Großraum von Budapest und kürzer ist es auch noch. Soltvadkert liegt reichlich südlich von Budapest, quasi auf halber Strecke zwischen Budapest und Belgrad.
Am späten Mittwoch abend kamen wir einmal mehr in Soltvadkert an. Auf dem Gelände sah man schon etliche Ladas und Zelte stehen, schon ein bisschen Party hier und da, einige bekannte Gesichter grüßten, und Roberto samt Freunden halfen uns beim Aufstellen der Zelte.

Donnerstag morgen und erstmal ausgeschlafen: Ein erster Blick aus`m Zelt. Hier scheint ein Lada-Treffen zu sein....

...und tatsächlich, bereits am Donnerstag vormittags füllte sich das Festivalgelände zusehends. Zunächst fuhren wir für die Einkäufe der bevorstehenden Tage in die Orstmitte von Soltvadkert und auch obligatorisch zum Tesco-Markt ins nahegelgene Kescemet.
Ab nachmittags wurde es immer voller:


Erste internationale Besucher, wie dieser 2103 aus Finnland...

... das Discozelt wurde seitens des LCH ebenfalls schon am Donnerstag aufgebaut.
Ab Freitag vormittags starten hier erste Events & Späße für groß & klein.

Freitag Nachmittag : Endlich ist Vincent angekommen. Er hat 1600 Kilometer Fahrt hinter sich und meldet sich erstmal zu Hause in Holland: "Gut angekommen!....torl, allesch ganz ganz dorl hier!!"


Es kommt auch ständig Besuch vorbei. Die Sprache ist oft ein Hindernis, aber es geht. Manche können englisch oder russisch oder auch deutsch, einige Ungaren arbeiten in Österreich. Und Übersetzer per Handy geht natürlich immer.

Freitag Nachmittag: Es wird immer voller, die Ladas stauen sich auf der Zufahrtstraße bzw vor der Anmeldung.


Solche Show-Einlagen im Stau vor der Anmeldung sind in Soltvadkert nichts besonderes, die LCH-Leute und auch die immer mal wieder vorbeifahrende Polizei sieht das hier recht entspannt.
(Auf`m Campingplatz Rabeninsel in Jena beim deutschen Lada-Club-Sommertreffen machen wir sowas aber besser nicht.

Fremdfabrikat: Skoda Heckschleuder mit 2107 Frontgrill für hier und heute. Der Wille ist also schonmal da, alles geht eben nicht gleichzeitig.

Fachgespräche : Samara-Fahrer unter sich....


Freitag am Abend,... möchte man die Zeit anhalten....
Vincent und ich fuhren mit unseren Ladas beim Disco-Zelt vor.

Ja, es war schon Freitag spät am Abend...
Ab nachts halb eins trat hier die Band "Dune " aus Deutschland auf. Bekannt aus den `90ern mit z.B. " Can`t Stop Raving " oder "Hard Core Vibes".

Samstag am Vormittag

Samara Sedan ist die in Ungarn geläufige Bezeichnung für den Samara als Stufenheck-Limo.

Eine Parade von Rallye-Autos. Lada Racing HU ist in Ungarn eine bekannte Sache, man könnte glauben, ein Volkssport.

Ein Shiguli als Zweitürer....

....und was ist das? Ein Baltic GL als Zweitürer?
Aber klar, es ist ein normaler Samara als Dreitürer 21083, ebenfalls aus Estland, der auf außen auf Baltic-Style umgebaut wurde, einschließlich entsprechender Lackierung. Beim Interieur beliess man es besser original Samara.

Sehen und gesehen werden: Auf den Wegen des Camps ist ein ständiges hin und her...

Drift-Bude im Miliz-Style: Man beachte den Schweller zum Radlauf...

Das LCH-Treffen ist generell international. Hier ein Samara aus der Ukraine, dahinter ein 2110 aus Serbien.
Ebenso kommen Ladas aus CZ & SK, aus Bulgarien, aus Österreich oder Polen.... Es sind hunderte von Ladas auf dem Treffen.

...und wie Ihr seht, auch das Wetter spielte mal wieder absolut mit. Oftmals war es ja schon zu heiss mit weit über 30 Grad. 2025 ging es, immer so an die 30 Grad.


Aber es gibt dank der Bäume auch etwas Schatten ,und der Badesee mit Strand ist schließlich gleich nebenan. Am Strand gibt es diverse Imbiss-Gaststätten für Burger & Pizza, für Hekk, Langos und Gyros. Alles bezahlbar , verhungern muss niemand. Dazu sei aber gesagt, dass viele der Ungarn selbst Essen an ihren Zelten machen, man wird auch ständig eingeladen zu Palatschinken,Langos und auch ständig zu Palinka...

Es gibt offizielle Teile-Händler wie Avtolada.hu , viel wird aber auch von privat & gebraucht ausgebreitet und angeboten.
Dazu die Fanartikel-Shops vom Lada Club Hungary (LCH) und die Buden für Caps & Klamotten, z.b. www.duen.hu .

Hier noch ein Foto von unserem Camp. Einen der neuen Keilriemen hatten wir bereits gleich Freitag eingebaut. Alles top und neu, geht wieder!

Die ganzen Tage lang gibt`s Programm: Kinderbelustigung, Wettbewerbe und Kräftemessen aller Art oder hier, die legendäre Limbo.

Von Moderatoren betreut, wird die Stange Runde um Runde immer etwas tiefer gelegt.
Wer als letzter noch durchkommt bzw die tiefste Kiste hat, der ist der Star des Tages:


...und schon wieder ist es Samstag Nachmittag....Die Zeit vergeht wie im Fluge.

....Samstag nachts im Disco-Zelt


Die LCH-Leute lassen sich immer viel einfallen, hier ist immer richtig was los, die ganze Nacht.
DJ Goldhand und wie die Show Acts alle heißen...

....und Sonntag geht`s zum wach werden gleich weiter...

Am Nachmittag startet als Abschluß das "Gumifüst"...


Inferno im Kreisverkehr....
Zeit zum Ausspannen und Urlaub machen :

Am Sonntag Nachmittag fuhren Rainer und ich nach dem Zusammenpacken in Soltvadkert zum Balaton nach Soifok.
Vom Lada-Treffen nach Soifok sind es ca anderthalb Stunden Fahrt, man kann sagen, schon etwas in Richtung nach Hause. Vincent brach ebenfalls am Sonntag auf, er fuhr weiter: Nach Rumänien und Moldawien! Und ja, auch er ist wieder gut zu Hause in Holland angekommen, er hat eine Osteuropa-Tour von fast 5000 Kilometern gemacht. Nächstes Jahr kommt er auf jeden Fall wieder mit nach Soltvadkert, das steht schon fest.

Das "Aranypart" Camping ist immer ein guter Platz: Direkt am Strand von Siofok, nicht zu voll, Autos direkt am Zelt, Strom, alles da, was will man mehr.
Man beachte mein Badetuch, die vielen kleinen Geschenke von den Lada-Club-Deutschland-Treffen sind immer eine tolle Sache !

Urlaub von Soltvadkert: Rainer am Strand...
....und baden im Balaton.... Es könnte auch Italien sein


Ja, und zwei Tage später ging es wieder nach Hause. Mit neuem Keilriemen, mit vielen mitgebrachten Sachen & Lada-Fanartikeln, mit tausend Einnerungen im Gepäck.
Hier stehen wir an einer Tankstelle zwischen Brno & Prag, gleich geht`s weiter in Richtung nach Hause.
Der Niva Travel rechts im Foto, der kam zufällig hier an, er kam aus der Slowakei.
Ich hoffe, der kleine Foto-Ausflug hat Euch gefallen,
es grüßt Euch
Martin aus Potsdam.
2107,2108,2108,2109,21099,21099
